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Der Mittelstand zieht in die Cloud

Der Mittelstand zieht in die Cloud

Verglichen mit größeren Unternehmen, also solchen, die mehr als 2000 Mitarbeiter beschäftigen, war der deutsche Mittelstand bei der Cloud-Nutzung bis ins Jahr 2016 eher zögerlich. Der Begriff Cloud vermittelte wohl eher das neblige einer Wolke, als die knallharten Vorteile, die bei einer sinnvollen Nutzung von Dienstleistungen aus der Cloud möglich sind.

Genau hier liegt auch die Krux, denn nur wer sorgfältig plant, wird von den erhofften Vorteilen wie Kostenersparnis, mehr Effizienz sowie Flexibilität profitieren. Andernfalls drohen Komplexitätsfallen, versteckte Kosten oder Sicherheitsrisiken. Zu einer guten Planung gehört zunächst das Wissen um die Möglichkeiten, welche die Cloud bietet. Deshalb geben die folgenden Zeilen einen kompakten Überblick darüber, was die Cloud für Unternehmen bereithält.

Dienstleistungen aus der Cloud

Bei der rasanten Entwicklung moderner Technologien für Produktion, Entwicklung, Datenauswertung und Kommunikation ergibt es für viele Unternehmen immer weniger Sinn, eigene Hardware zu kaufen. Die Kosten für Anschaffung und Betrieb sind hoch, die Standardhardware bald veraltet. Hinzu kommt, dass sich kleinere Unternehmen viele Services allein gar nicht leisten könnten. Denn erst im Zusammenspiel von großem Anbieter und vielen Nutzern werden Cloud-Dienstleistungen rentabel. Und das für alle Parteien.

Infrastructure as a Service (IaaS)

Diese Dienstleistung bildet genau genommen den Ursprung der Cloud. Zunächst ging es nur darum, externen Speicherplatz zu mieten und diesen zur externen Sicherung von Dateien zu nutzen. Dankbare Anbieter waren (und sind) große Unternehmen wie beispielsweise Amazon, die aufgrund ihres Geschäftsmodels hohe Überkapazitäten bereithalten mussten. Diese Überkapazitäten wurden als Speicherplatz an externe Unternehmen vermietet. Die Betreiber der Rechenzentren erschlossen damit neuen Erlösmöglichkeiten, die Mieter hingegen profitierten von flexibel erweiterbarem Speicherplatz. Eine typische Win-win-Situation, die bis heute das wesentliche Erfolgsmodel der Cloud darstellt. Allerdings mit wesentlich mehr Möglichkeiten als zu Beginn. Heute lassen sich neben Speicherplatz auch Rechenleistung, Kommunikationslösungen, Streamingdienste und viele andere Dienstleistungen als Infrastruktur mieten.

Platform as a Service (PaaS)

Dieses Modell richtet sich im Wesentlichen an Entwickler von komplexen Applikationen. Die Cloudanbieter stellen eine technische Umgebung aus Hard- und Software bereit, in der die von Anwendern entwickelten Applikationen laufen. Dadurch erhalten Entwickler skalierbare Umgebungen, ohne in eigene IT investieren zu müssen.

Software as a Service (SaaS)

Bei diesem Modell stellt der Anbieter komplette Softwarepakete zur Verfügung. Im Gegensatz zur früher üblichen Lizensierung von CDs werden die Programme über die Cloud bereitgestellt. Sie können online und/oder lokal genutzt werden und werden ebenfalls im Pay-per-user-Modell abgerechnet. Die bekanntesten Beispiele dafür sind Microsoft Office 365 und Google Apps.

Business Process as a Service (BPaaS)

Der wohl am stärksten wachsende Bereich in der Cloud sind komplette Businessprozesse, welche über die Cloud abgebildet werden. Gerade im Zeitalter der Digitalisierung und der Globalisierung ergibt es wenig Sinn, Daten und Geschäftsprozesse lokal abzubilden. Ein Beispiel dafür sind CRM-Systeme, Extranets oder komplette Kommunikationslösungen. War früher die Firmenzentrale mit ihren Konferenzräumen das Herz eines Unternehmens, sind es heute immer öfter virtuelle Treffpunkte – oder eben Plattformen –, in denen Mitarbeiter zusammenarbeiten, gemeinsam auf Daten zugreifen, Ideen teilen, Projekte planen und Fortschritte analysieren.

Unified Communications as a Service (UCaaS)

Die gute alte Telefonanlage abzuschalten und neue Dienstleistungen aus der Cloud zu beziehen, ist ein Musterbeispiel dafür, dass die einzelnen Rubriken verschmelzen. Denn Sie bekommen auf diese Weise eine vollständige Infrastruktur (IaaS), komfortable Anwendungen (SaaS) und auf Wunsch auch Businessprozesse (BPaaS) wie zum Beispiel Contact Center Lösungen inklusive CRM-Anbindung aus der Cloud. All das selbstverständlich mit den besonderen Vorteilen der Cloud wie Pay-per-user-Modell, Skalierbarkeit und keine oder nur geringen Kosten für den Betrieb, sofern Sie eine Lösung aus der Public Cloud wählen.

Public, private oder managed? Cloud Lösungen im Überblick

Cloud bedeutet nicht automatisch, dass die eigentlichen Server samt Applikationen in einem fremden Rechenzentrum stehen müssen. Cloud bedeutet zunächst nur, dass Sie Ihren Mitarbeitern Dienstleistungen unabhängig von deren Standort zur Verfügung stellen. Aufgrund der vielfältigen Angebote und attraktiver Kostenmodelle wächst der Public Cloud Markt am stärksten. Allein 2016 um 44 Prozent . Doch es gibt auch gute Gründe für andere Lösungen.

Private Cloud

In diesem Fall wird die gesamte Lösung im eigenen Rechenzentrum auf eigenen Maschinen mit eigenem Personal betrieben. Diese Lösung bietet Unternehmen höchste Sicherheit, da die Daten das eigene Netz im Idealfall nicht verlassen. Zugriffsregeln sowie Benutzerrechte werden vom Unternehmen bestimmt und kontrolliert.

Managed Cloud

Diese Lösung wird ebenfalls im eigenen Rechenzentrum gehostet, jedoch von einem Fremdanbieter betrieben. Dadurch behalten Unternehmen jederzeit die Hoheit über ihre Daten, müssen jedoch kein speziell geschultes Personal für den Betrieb vorhalten. Hinzu kommt, dass die Dienstleister oft spezielle Nutzermodelle anbieten, die wiederum mehr kostengünstiges Wachstum und mehr Flexibilität anbieten.

Public Cloud

Bei der Public Cloud nutzen Unternehmen alle Dienstleistungen ohne eigene Hardware und deren Betrieb. Dies ermöglicht höchste Flexibilität bei gleichzeitig geringsten Kosten. Allerdings müssen Unternehmen in Kauf nehmen, dass sie nicht genau wissen, wo ihre Daten gespeichert werden. Außerdem unterliegen die Angebote den AGBs der Anbieter, die sich auch nachteilig auswirken können. Deshalb sollten Angebote sehr sorgfältig geprüft werden, um eventuelle Haftungsfragen frühzeitig zu klären.

Datenautobahnen – sicher und schnell in die Cloud

Cloud Lösungen lassen sich erst dann effizient nutzen, wenn ausreichend schnelle und sichere Leitungen für den Transport der Daten zur Verfügung stehen. Das gilt gleichermaßen für die Anbindung des Unternehmens, seiner Standorte wie auch der Mitarbeiter die unterwegs oder aus dem Homeoffice arbeiten möchten. Dank voranschreitendem Netzausbau stehen inzwischen in den meisten Gebieten ausreichend Bandbreiten zur Verfügung. Durch zusätzlichen Sicherheitsmerkmale wie MPLS oder VPN lassen sich schnell leistungsfähige und sichere Cloud Lösungen aufbauen.

Mit Avaya in die Cloud

Avaya unterstützt Unternehmen beim Umzug in die Cloud mit vielen Standarddienstleistungen sowie individuellen Lösungen, bei denen das gesamte Portfolio zu einer optimalen Lösung vereint wird. Gerade mit Blick auf die Abschaltung des ISDN-Netzes durch die Deutsche Telekom im Jahr 2018, sollten Unternehmen prüfen, ob eine Cloud Lösung nicht eher den Anforderungen der Digitalisierung gerecht wird.

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