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Drei Wolken am Datenhimmel. Jeder will umziehen – aber wohin?

Drei Wolken am Datenhimmel. Jeder will umziehen – aber wohin?

Nicht auf Wolke Sieben. So viel steht schon einmal fest. Doch Spaß beiseite. Das Auslagern von IT-Diensten wie Datenspeicherung, Rechenleistung und Anwendungssoftware in die Cloud ist bei vielen Unternehmern nicht mehr eine Frage des Ob, sondern des Wohin.

Um die Bereitstellung und Nutzung von IT-Infrastrukturen über das Internet in Anspruch nehmen zu können, stehen drei Modelle des Cloud-Computings zur Auswahl.

1. Die Public Cloud

In der öffentlichen Rechnerwolke teilen sich viele Anwender virtualisierte Angebote eines Providers, die für jedermann im Netz zugänglich sind. Zumeist handelt es sich um SaaS-Dienste, über die ein User via Internet direkt auf einzelne Komponenten wie Speicher, Server oder Netzwerkelemente zugreifen kann. Unter anderem web-basierte E-Mail-Services, aber auch Business-Dienstleistungen wie Office-Applikationen von Microsoft.

Die Virtualisierung der IT-Infrastruktur stellt übrigens sicher, dass die Daten der Nutzer getrennt voneinander gespeichert, bearbeitet und übermittelt werden.

Führen Sie ein kleines oder mittleres Unternehmen ohne nennenswerte sensible Anwendungen, die dem Datenschutz unterliegen, ist die Public Cloud keine schlechte Wahl. Zu den wesentlichen Vorteilen zählt zum einen die Schnelligkeit, mit der Sie IT-Ressourcen einsetzen können, und zum anderen die Kostentransparenz. Denn abgerechnet werden nur die tatsächlich durchgeführten Transaktionen. Ebenfalls praxisgerecht: Nach Bedarf lässt sich die Skalierbarkeit nach oben und nach unten anpassen.

Trotzdem gehört die Public Cloud nicht zu den Favoriten deutscher Unternehmen. Denn die Service-Anbieter haben ihren Standort vielfach nicht in Deutschland oder in Europa, sondern operieren zum Beispiel von Übersee-Ländern aus. Das bedeutet: Sie als Nutzer haben kaum Einfluss auf den Umgang mit den Daten und deren Sicherheit. Darüber hinaus müssen Sie damit rechnen, dass aufgrund vordefinierter Angebotspakete sowohl Netzbandbreite als auch Verfügbarkeit eingeschränkt sind.

2. Die Private Cloud

Nach wie vor entscheiden sich viele Unternehmen für die In-House-Cloud-Variante, weil sie damit die volle Kontrolle über die Anwendung, die Daten und die IT-Infrastruktur behalten.

Das funktioniert auf zweierlei Weise: Entweder wird die Cloud-Umgebung auf dem firmeneigenen Server eingerichtet, von der IT-Abteilung gemanagt und betrieben und ausschließlich der eigenen Belegschaft zugänglich gemacht. Alternativ besteht die Möglichkeit, die Private Cloud über einen externen Dienstleister zu nutzen, der die benötigten Server, Speichersysteme, Hardware und Netzwerkkomponenten aus seinem Rechenzentrum auf Anfrage zur Verfügung stellt. Wichtig: Der Nutzer hat jederzeit den exklusiven, alleinigen Zugriff auf diese Infrastruktur und muss sie nicht mit anderen Kunden des Providers teilen.

Im Hinblick auf Flexibilität, Skalierbarkeit und Effizienz steht die private Wolke einer öffentlichen Cloud in nichts nach. In punkto Sicherheit und Datensicherheit schneidet die Private Cloud meist besser ab, da hier die Kontrollen intensiver und stringenter ausfallen. Aus diesem Grund wird diese Lösung besonders von Firmen bevorzugt, die mit zahlreichen datensicherheitsrelevanten Daten und Anwendungen zu tun haben. Ein weiterer positiver Aspekt ist zudem, dass Sie die Cloud-Umgebung genau an die individuellen Anforderungen in Ihren Unternehmen anpassen können. Einfach deshalb, weil Sie die IT-Infrastruktur nicht mit anderen teilen müssen.

3. Die Hybrid Cloud

Für eine wachsende Zahl der User gilt dieses Model als das Beste aus zwei Welten. Denn diese Variante kombiniert die wichtigsten Vorteile aus Public und Private Cloud in einer businessgerechten Lösung.

Im Kern geht es darum, datensicherheitskritische Anwendungen und Daten im Unternehmen zu belassen, während andere IT-Services und Software-Lösungen von externen Anbietern über das Internet bezogen werden. Beispielsweise, um eigene Ressourcen zu schonen und um die Unternehmens-IT dynamischer und flexibler zu machen. Um diese Mischform optimal zu nutzen, ist es erforderlich, die Geschäftsprozesse nach ihrer Sicherheitsrelevanz zu trennen sowie die vorhandenen und verarbeiteten Daten in gleicher Weise zu klassifizieren.

Allerdings haben die jüngsten Ausspäh-Attacken gezeigt, dass die praktizierte Datensicherheit oft nicht ausreicht, um alle Programme und Daten vor Angriffen zu sichern. Etliche Experten raten daher, ganz auf die ungeschützte öffentliche Cloud-Umgebung zu verzichten. Stattdessen sei eine Kombination aus Private Cloud und flexibler Private Cloud vorzuziehen, wobei ein Unternehmen Anwendungen und Daten im eigenen Rechenzentrum sowie auf individuell, abgesicherten Servern eines externen Providers verarbeitet, die allein dem betreffenden Kunden zugeordnet sind und auch nur von diesem genutzt werden können. Je nach Bedarf stehen der Firma bei diesem Modell genau die Rechenkapazitäten zu Verfügung, die gerade gebraucht werden.

Eine Empfehlung, welche Cloud nun für Sie infrage kommt, lässt sich abschließend nicht geben. Denn die Entscheidung hängt von den spezifischen Bedingungen in Ihrer Firma ab. Hilfreich ist in jedem Fall, sich mit Ihrem IT-Team zusammenzusetzen und festzustellen, welche Lösung hinsichtlich Sicherheitskriterien, Datensicherheit, benötigter Leistung und natürlich auch hinsichtlich der anfallenden Kosten die besten Voraussetzungen bietet. Oder lassen Sie sich von einem externen Experten beraten, der Ihnen mit Kompetenz und Erfahrung sicher weiterhelfen kann.

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