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Stolpersteine aus dem Weg. So läuft beim Umzug in die Cloud alles perfekt!

Stolpersteine auf dem Weg in die Cloud

Stehen Sie gerade auch in den Startlöchern, um in die Wolke auszuwandern? Gemach – beim Verlagern von Prozessen und Anwendungen in die Cloud sollten Sie nichts überstürzen. Denn wer unvorbereitet die Migration in Angriff nimmt, kann im schlimmsten Fall grandios scheitern. Deshalb sollten Sie bereits im Vorfeld einige Kernpunkte berücksichtigen, die für einen erfolgreichen Umzug wichtig sind.

Definition der Unternehmensziele

Wie viel Cloud darf es denn sein? Um diese Frage zu beantworten, müssen Sie zunächst einmal festlegen, was Sie mit dem Outsourcing erreichen wollen. Wettbewerbsvorteile, Kosteneinsparung, Verbesserung der eigenen Serviceleistungen, Hochverfügbarkeit von Diensten, Kapazitätsreserven bei Ressourcenengpässen, Produktivitätssteigerung, Optimierung der Qualität und vieles mehr kann ein Grund sein, sich für einen Umzug in die Cloud zu entscheiden.

Deshalb machen Sie nicht zweiten Schritt vor dem ersten. Wählen Sie Ihren Cloud-Provider erst dann, wenn die Unternehmensziele präzise bestimmt sind. So können Sie sicher sein, aus den unterschiedlichen Cloud-Optionen eine maßgeschneiderte Lösung zu bekommen.

Kompetenz-Team aufbauen

Für zahlreiche potentiellen Cloud-Nutzer ist die Wolke ein nahezu unbekanntes Phänomen, das sich nicht mit der Arbeit auf den gewohnten Systemen vergleichen lässt. Viele neue Aspekte müssen folglich beachtet werden. Beispielsweise, ob sich eine Anwendung oder bestimmte Daten sinnvoller Weise überhaupt für eine Migration eignen. Oder wie ausgelagerter Prozesse und Daten bei Bedarf wieder aus der Cloud entfernt werden können. Oder ob die Sicherheitsstandards des favorisierten Providers mit den unternehmensspezifischen Vorgaben vereinbar sind - etwa dann, wenn die IT-Sicherheit des Anbieters nicht den deutschen Bestimmungen für Datensicherheit entspricht.

Um fehlende Cloud-Erfahrung in Ihrem Unternehmen auszugleichen, können Sie externe Berater mit ins Boot holen. Sie können aber auch aus versierten Mitarbeitern in der eigenen Firma ein Kompetenz-Team bilden, das über das fachliche, rechtliche und technische Know-how für eine reibungslose Cloud-Migration verfügt. Zu den Aufgaben der Gruppe, die Sie mit der Umsetzung des Cloud-Projekts beauftragen,
gehört unter anderem das Festlegen der Sicherheitskriterien, die Analyse der vorhandenen Infrastruktur sowie die Entscheidung, welche Applikationen und Daten ausgelagert werden sollen und welche nicht. Außerdem übernimmt das Kompetenz-Team die Ausarbeitung eines Projektablaufplans für die reibungslose Abwicklung des Umzugs.

Die Wahl des passenden Cloud-Anbieters

Vorab: Lassen Sie sich bei Ihrer Entscheidung nicht allein vom günstigen Preis leiten. Doch welcher Provider im Markt ist der passende Partner für Sie? Bei der Fülle der Angebote keine leichte Frage. Hilfreich ist in jedem Fall, die in Frage kommenden Dienstleister einer gründlichen Prüfung zu unterziehen, um mögliche Mängel bei der Sicherheit, beim Standort oder auch bei der Verfügbarkeit aufzudecken.

Bevor Sie zum Vertragsabschluss kommen, sollten Sie unbedingt wichtige Punkte wie Notfallmanagement und Performance klären. Regelmäßige Backups und redundanter Anwendungen gehören ebenso zu den selbstverständlichen Leistungen. Im Hinblick auf mögliche Ausfälle ist es überdies zweckmäßig, die Zeitspanne festzulegen, die bis zu einer vollständigen Systemwiederherstellung nicht überschritten werden darf. Das Gleiche gilt für den Zeitraum, der maximal zwischen zwei Backups erlaubt ist.

Darüber hinaus ist es wünschenswert, wenn Ihr neuer Provider bei der Umsetzung der Cloud-Strategie über genügend Flexibilität verfügen würde. Zum Beispiel beim Aufbau einer Cloud-Umgebung in Ihrem hauseigenen Rechenzentrum. Diese Variante sichert Ihnen die volle Kontrolle über sämtliche Anwendungen und macht Sie dazu ein Stück weit unabhängiger von dem Provider.

Generell arbeitet jeder Cloud-Anbieter mit seinem eigenen Konzept, auf das Sie Ihre Vorgehensweise abstimmen müssen. Und: Treffen Sie unbedingt eine Vereinbarung über eine Exit-Strategie. Für den Fall, dass Sie Ihre IT wieder in-house betreiben möchten, sollten Sie alle Modalitäten der Rückabwicklung exakt regeln und vertraglich absichern.

Nicht alles auf einmal

Experten raten beim Umzug in die Cloud zur Entschleunigung. Bevor es richtig losgeht, müssen die Anwendungen und Daten zunächst klassifiziert werden. Vor allem deshalb, um datenssicherheitsrelevanten Komponenten herauszufiltern, die von einer Verlagerung in die Cloud ausgenommen werden sollen. Ist das geklärt, besteht trotzdem keine Veranlassung, aufs Tempo zu drücken und den kompletten Umzug zu starten.

Statt gleich mit der umfangreichsten Anwendung zu beginnen ist es ratsam, mit einer einfachen, nicht kritischen Applikation ohne sensible Daten anzufangen. Am besten eignen sich Anwendungen, die auf dem aktuellen Stand der Technik stehen. Bei veralteten Anwendungen erhöht sich das Risiko, dass die Migration scheitern könnte.

Gelingt die Auslagerung im Kleinen, können Sie davon ausgehen, dass die gewählte Umzugsmethode nach Plan funktioniert. Damit steht einem Umzug in größerem Maßstab nichts mehr im Wege. Denn Ihre Mitarbeiter haben aus den bisherigen Erfahrungen gelernt und sind nun bereit, das gesamte Migrationsprojekt zu realisieren.

Im Übrigen denken Sie bitte daran, dass die Cloud bei allen Vorzügen möglicherweise nicht sämtliche Erwartungen erfüllen kann. Außerdem kann es sinnvoll sein, zweigleisig zu fahren und neben der Nutzung der Cloud-Technologie auf Ressourcen aus dem eigenen Rechenzentrum zurückzugreifen.

 

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