3 minutes reading time (599 words)
Empfohlen 

Die digitale Stadt

smartcity-as-258075119 Smart City - so kann die digitale Stadt aussehen

Wer während des Berufsverkehrs im Stau steht, sich in eine U-Bahn drängelt oder hofft, dass er noch in Bus den passt, spürt es am eigenen Leib: Die Städte wachsen unaufhörlich, während die ländlichen Regionen unter der Abwanderung leiden. Ende 2017 lebten 77,3 Prozent der deutschen Gesamtbevölkerung in Städten . Tendenz steigend!

Wachsende Herausforderungen für die Verwaltung

Für die kommunalen Verwaltungen bringt dieses Wachstum enorme Herausforderungen, die sich mit den herkömmlichen Prozessen nicht mehr realisieren lassen. Sie brauchen Unterstützung durch Sensoren, digitale Prozesse und künstliche Intelligenz. Werden diese Komponenten durch intelligente Echtzeitkommunikation unterstützt, entstehen Smart Cities, die ihr Wachstum nicht nur bewältigen, sondern sogar gezielt steuern können.

Das Internet der Dinge als kommunaler Helfer

Das Internet der Dinge, oder vereinfacht gesagt Sensoren werden eine entscheidende Rolle spiele. Vielleicht kennen Sie aus Parkhäusern die kleinen Ampeln über den Parkplätzen. Sie zeigen weit sichtbar durch rotes oder grünes Licht an, welche Parkplätze verfügbar sind und welche nicht. Das vereinfacht die Suche im ohnehin engen Parkhaus enorm.

Richtig spannend wird es jedoch, wenn diese Sensoren in allen Parkmöglichkeiten installiert und vernetzt werden. Auf Basis dieser Informationen kann das Verkehrsleitsystem so gesteuert werden, das Parkplatzsuchende nicht verzweifelt durch die Innenstädte kurven, sondern zielgerichtet zu verfügbaren Parkplätzen geleitet werden.

In Teilen funktioniert das heute schon. Doch eben nur in Teilen. Zwar wird häufig die Verfügbarkeit angezeigt, doch ein direkter Eingriff in den Verkehr oder Interaktivität mit Fahrern gibt es derzeit noch nicht. Das wird in der Smart City möglich sein. Dann werden Sie möglicherweise auf den für Sie bestmöglichen Parkplatz geleitet. Dazu könnten beispielsweise die Zielinformationen Ihres Navigationsgerätes mit den verfügbaren Parkplätzen abgeglichen werden. Das System leitet Sie dann automatisch zu einem Parkplatz, der durch den Algorithmus dynamisch für Sie reserviert wurde.

Kommunikation ist das A und O

Einzelne Elemente wie Sensoren, Messfühler, Kameras oder GPS-Sender werden die Sinne der Smart Cities sein. Künstliche Intelligenz mit ihren Algorithmen ein Teil des Hirns. Den anderen, wichtigeren Teil, werden wir Menschen beisteuern. Doch erst die Vernetzung aller Komponenten, sozusagen das Nervensystem, um im Bild zu bleiben – ermöglicht das Zusammenspiel. Und zwar durch Echtzeitkommunikation.

Erst die Kommunikation zwischen Menschen, Menschen und Maschinen und Maschinen mit Maschinen erweckt die Smart City zum Leben, lässt die Sensoren und Intelligenzen zum Wohl der Menschen arbeiten. Denn letztendlich geht es doch darum, dass wir Menschen in den Städten leben können und uns dort auch wohlfühlen.

Bürgernähe und Service

Bei aller Technik bleibt der Mensch im Mittelpunkt des Geschehens. Doch auch wir verändern uns. War das eigene Auto noch vor wenigen Jahren für viele Menschen selbstverständlich, so sind es in Großstädten heute Car Sharing Dienste. Sie ersetzen den teuren – weil kaum genutzten Besitz – und schaffen Platz in den enger werdenden Innenstädten.

Auch mein Parkplatzbeispiel verlangt andere innere Einstellungen. Datenschutz bleibt wichtig, doch der Zugriff auf die GPS-Informationen meines Autos kann enorm hilfreich sein. Gleichwohl setzten diese Prozesse viel Vertrauen voraus.

Vertrauen, das sich die Behörden erarbeiten werden. Und zwar durch Bürgernähe und guten Service. Dabei helfen Kommunikationslösungen, die den Dialog auf vielen Kanälen ermöglichen. Die dank künstlicher Intelligenz teilweise automatisch informieren und Informationen entgegennehmen. Das entlastet die Mitarbeiter und beschleunigt die Bearbeitung von Anfragen.

Die Smart City kommt bald

Zugegeben, noch klingen diese Visionen nach viel Zeit, die bis zu deren Umsetzung vergehen wird. Doch die Technik ist bereits verfügbar. Mit 5G und der fortschreitenden Vernetzung durch Glasfaser werden derzeit die Grundlagen geschaffen.
In den Stadtverwaltungen arbeiten bereits Chief Digital Officers an konkreten Szenarien. Ob Verkehr, Müllabfuhr, Beleuchtung, Notrufwesen, Gesundheitswesen – kein Bereich bleibt unbeachtet. Und das ist gut so, denn sonst kollabieren die Städte und das will nun wirklich keiner.

SD-WAN – Hype, Trend oder gar Wundermittel?
Mit dem Serviceruf 4.0 Zeit sparen und Komfort ste...

Ähnliche Beiträge

 

Kommentare

Derzeit gibt es keine Kommentare. Schreibe den ersten Kommentar!
Bereits registriert? Hier einloggen
Gäste
Dienstag, 12. November 2019
Für die Registrierung bitte Benutzername, Passwort und nötige Felder eingeben.

Digitales Arbeiten

Erfahren Sie mehr über den Arbeitsplatz der Zukunft. Was erwartet uns und wie profitieren wir vom technischen Fortschritt? Antworten finden Sie in diesem E-Book.

E-Book laden